Begonien wie ich und du

Sachbuch | Julia Kospach | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Botanik: Daniel Chamovitz erzählt von der erstaunlichen Welt der Sinneswahrnehmungen von Pflanzen

Natürlich fehlen Pflanzen nicht nur Augen, Nase und Ohren, sondern sie besitzen auch kein Zentralnervensystem, kein Gehirn, das Sinneseindrücke für den ganzen Pflanzenkörper koordinieren und mit Emotionen einfärben könnte. Trotzdem hat sich Daniel Chamovitz dafür entschieden, von pflanzlichem Riechen, Sehen, Fühlen, Hören etc. zu sprechen.

Es geht nicht um Gleichsetzungen, sondern um Vergleiche, und die Erkenntnis, dass Pflanzen zu verblüffend komplexen und weitreichenden Interaktionen mit ihrer Umwelt und miteinander imstande sind. Wer Chamovitz’ Buch liest, wird mehr als einmal überrascht sein.

Pflanzen verwandeln Lichtsignale in verschiedene Wachstumsreize. In prägnanten Abrissen erklärt Chamovitz, wie die Wissenschaft ihnen dabei auf die Schliche kam. Immer wieder kommt er dabei auch auf Charles Darwin zu sprechen, der als einer der Ersten Experimente und Beobachtungen zu pflanzlicher


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