Macht ein Delirium Spaß? Und ist es informativ?


Julia Kospach
Sachbuch | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Neurologie: Oliver Sacks legt ein weiteres faszinierendes Buch vor. Es handelt von Menschen mit Halluzinationen

Im Sommer 1966 begann der britische Neurologe Oliver Sacks mit Migränepatienten in einer New Yorker Klinik zu arbeiten, was ihn überaus interessierte und in der Hoffnung auf "Intensivierung dieser seelisch-geistigen Höhenflüge“ zu Amphetaminen greifen ließ. Schon davor hatte er erkenntnisgetriebene Drogenselbstversuchen gemacht: mit Cannabis und LSD, Meskalin und Prunkwindensamen, Medikamentencocktails und Morphium.

Dabei hatte er etwa eine befreundete Psychoanalytikerin für eine Kopie ihrer selbst gehalten, 96 Stunden lang seine Mitmenschen als insektenäugige Monster und seinen Kaffee grün-lila wahrgenommen oder mit einer Spinne an der Küchenwand über analytische Philosophie geredet.

Drogen und Hirnforschung

"Würde ein Delirium Spaß machen? Oder informativ sein? Würde man noch in der Lage sein, die anomale Arbeitsweise des eigenen Gehirns zu beobachten - und seine

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