Meinesgleichen

Windräder: Das Imperium kämpft zurück

Falter & Meinung | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Niederösterreich hat eine fantastische Idee. Das Land soll unabhängig von externen Energiequellen werden, sich autark aus Photovoltaik, Wasserkraft, Windkraft versorgen. Energiebewegung Niederösterreich heißt das. Da kann man nur gratulieren und zustimmen. Andererseits läuft in Niederösterreich die Befürwortung dieser schönen Maßnahmen in Form einer Propagandawalze und nicht in Form einer Information der Öffentlichkeit, die eines demokratischen Gemeinwesens würdig ist. Weil der Falter vor der Wahl zwei Artikel brachte, die sich kritisch mit Standorten von Windrädern auseinandersetzten (fast jeder Bürgermeister möchte einen Betreiber in seine Gemeinde locken), schlug das Imperium zurück.

Und zwar in Gestalt der Niederösterreichischen Nachrichten, Ausgabe Waidhofen an der Thaya. Eine "Beleidigung für die ganze Region“ sei der Falter-Artikel. Weil wir berichteten, dass ein paar Bauern nach Kuhstall rochen. Dazu darf ich mitteilen, dass ich weite Teile meiner Kindheit hindurch nach Kuhstall roch und das schon deswegen nicht als Beleidigung verstehe. Weiters behauptet die NöN faktenwidrig, wir hätten Windkraftchef Andreas Dangl "natürlich nicht“ befragt. Haben wir selbstverständlich getan. Und zuletzt schreiben sie nicht einmal meinen Namen richtig. Die Niederösterreicher und ihre Nachrichten werden sich daran gewöhnen müssen, dass es in einer Demokratie Kritik und Widerspruch geben kann. Zur Energiebewegung käme dann die Demokratiebewegung Niederösterreich. F

Quellen:

* Beleidigung für die ganze Region, NöN Waidhofen, 6. 3., Seite 41

* Das Superwahljahr beginnt, Die Waldviertler Riesenräder Falter 9/13, Seite 5, 14


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