"Was soll das mit Demokratie zu tun haben?“


Interview: Benedikt Narodoslawsky
Politik | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Johannes Voggenhuber über den verwahrlosten Zustand der Parteien und die Blüte der Zivilgesellschaften

Johannes Voggenhuber saß 14 Jahre für die Grünen im EU-Parlament, vor vier Jahren verlor er den parteiinternen Machtkampf um Platz eins und schied aus. Nun will er Österreich mit dem Volksbegehren "Demokratie Jetzt!“ reformieren und hat ehemalige Politiker aus allen Lagern versammelt - vom schwarzen Ex-Vizekanzler Erhard Busek über die rote Ex-Staatssekretärin Christa Kranzl bis hin zu Ex-Minister Friedhelm Frischenschlager (FPÖ/LIF). Am Freitag starten sie im Hernalser Etablissement Gschwandner ihren Wahlkampf.

Falter: Herr Voggenhuber, Sie und Ihre Mitstreiter fordern als ehemalige Politiker Reformen. Warum sind Sie die nicht schon in Ihrer aktiven Zeit angegangen?

Johannes Voggenhuber: Jeder muss seine politische Vergangenheit selbst verantworten, ich für meinen Teil habe immer für die Demokratie gestritten. Busek war lange mein politischer Gegner, gegen Frischenschlager habe

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