Nach den Regeln des Heini Staudinger

Politik | Begutachtung: Silvia Angelo | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Der Gea-Chef sieht sich als Kämpfer gegen das Bankenunrecht. Jetzt legt er ein fragwürdiges Gesetz vor

Die Geschichte von Heini Staudinger wird gerne als modernes, antikapitalistisches Märchen erzählt: Es lebte einmal ein bescheidener Waldviertler Schuhmacher, der in aller Ruhe seinem einfachen Gewerbe nachging. Bis er plötzlich vom Rand des ökonomischen Geschehens ins Zentrum der Finanzmarktexperten geriet. Die Banken machten, was sie leider allzu oft vernachlässigen: Sie prüften und kürzten des Waldviertler Schusters Kreditlinien. Der Held der Geschichte, ein Mann der Tat, organisierte sich nun selbst sein Geld - bei guten Menschen aus nah und fern.

Da trat die nächste böse Macht hervor: die Finanzmarktaufsicht. Im Gepäck hatte sie Bankwesengesetz und Verwaltungsstrafen. Damit verfügte sie, dass nur Banken Zinsversprechen geben dürfen. Jetzt war es dem Helden zu viel und er erzählte allen im Land seine Version der Geschichte. Damit erfand sich Gea-Chef Heini Staudinger neu


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