Spaß, bis dass die Schwarten krachen

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

"Paradies: Hoffnung“ ist der letzte, nicht aber der beste Teil von Ulrich Seidls Filmtrilogie

Bee who you want to Bee“, hat Melanie auf ihrem gelben T-Shirt stehen, darunter spannt eine fröhliche Biene sich über ihren Bauch. Wunschdenken natürlich. Denn für den Sommer wird das Mädchen, wie 15 andere übergewichtige Teenager auch, gleich zu Beginn des Films in ein Diätcamp in der totalen Einschicht verfrachtet.

Ihre anstrengende Tante, die sie dort abliefert, ist uns als katholische Eiferin schon aus dem vorangegangen Film bekannt. In "Paradies: Glaube“ zieht Anna Maria mit ihrer Wandermuttergottes um die Häuser und versucht, Leute zu missionieren. Bei ihrer eigenen Schwester dürfte sie damit freilich gescheitert sein: Teresa, Melanies Mutter, fliegt in "Paradies: Liebe“ nach Kenia, um sich am Strand von Mombasa von einem Beachboy verwöhnen zu lassen.

"Paradies: Hoffnung“ ist der Schlussteil von Ulrich Seidls international vieldiskutierter Trilogie, deren Titel der Filmemacher


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