Als Verbesserung sind Würstel wünschenswert


Geburtstagsgruss: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Der Schriftsteller und Viehhirt Bodo Hell begeht seinen 70. Geburtstag, sein Verlag schenkt ihm einen Omnibus

Ende des letzten Jahrtausends taten sich toughe junge Männer mit toughen Namen wie Tim Staffel oder Thor Kunkel mit toughen Texten hervor. Damals begab es sich auch, dass eine Schweizerin beim Bachmann-Wettbewerb einen Text vorlas, der auf einer Alm spielte. Eine Kuh, befand eine Jurorin, das ginge heute ja wohl gar nicht.

Acht Jahre später gewann Bodo Hell beim nämlichen Bewerb den Telekom-Austria-Preis. In "Stadt Land Berg“ kamen zwar nur Schafe, Ziegen, Kröten, Braunbären und Birkhähne vor, aber auch eine Kuh hätte wohl niemanden gestört. Das lag vielleicht auch daran, dass die Nachfrage nach dystopischen Großstadtromanen nicht mehr ganz so groß und der Glaube an die Authentizität des Abgefuckten nicht mehr ganz so stark war; das hat aber vor allem damit zu tun, dass eine Kuh ihre alpenpanoramahafte Aura verliert, sobald sie in einem Text von Bodo Hell vorkommt.

Hell,

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