Liebestolle Nachtfahrt auf der Autobahn: die romantische Seite von Kraftwerk

Feuilleton | Musikkritik: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Auch Kraftwerk sind Menschen aus Fleisch und Blut. Das ist ja der Witz: Je mehr sich Ralf Hütter und der Rest der Düsseldorfer Elektronikgruppe in die Rolle der Menschmaschine und Roboterband hineinsteigerten, die nur im Studio existiert und angeblich über kein Privatleben verfügt, umso interessanter wurden die Individuen, die hinter diesem Gesamtkunstwerk stehen.

Der bei den Fans über die Jahre beliebteste Kraftwerker ist Karl Bartos, der die Band vor 20 Jahren verlassen hat, weil er hinter Hütter und Florian Schneider nur der dritte Mann im Bunde war. In Interviews erzählt Bartos seitdem, dass er kapitulierte, weil irgendwann kreativ nichts mehr weiterging.

Wie wichtig er für die Gruppe in ihrer besten Zeit von Mitte der 1970er bis Anfang der 1980er war, zeigt, dass er auf Alben wie "Computerwelt“ (1981) zahlreiche Songwriting- und Textcredits hat. Auf "Electric Café“ (1986) durfte er mit "Der Telefonanruf“ sogar ein Lied singen. Trotz der Bezüge zu Technik und Kommunikation


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