Von Flugzeugen und schweren Schiffen

Feuilleton | Musikkritik: Klaus Nüchtern | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Das Konzeptalbum ist zurück! Katy Carr besingt Piloten, die Unthanks erzählen vom Schiffsbau

Dass die Polen in der zeitgenössischen Musik eine große, von Lutosławski und Penderecki bis Komeda und Stanko reichende Tradition haben, weiß man; dass Polnisch nicht gerade um einen Stockerlplatz auf dem Podest der eingängigsten Popsprachen mitkämpft, aber auch.

Dabei hört es sich gar nicht übel an, wie man auf Katy Carrs jüngstem Album "Paszport“ überprüfen kann. Darüber, dass "sz“ wie "sch“, "cz“ wie "tsch“ und "dz“ wie "dsch“ ausgesprochen wird, informiert das Booklet.

"Motylku, gdzie Ty teraz lecisz?“ etwa heißt so viel wie "Schmetterling, wohin fliegst du?“ Der Falter ist, wie man an den Geräuschen erraten kann, die in das mit Bass, Piano und Posaune sparsam instrumentierte Lied eingeblendet werden, in Wirklichkeit ein Flugzeug, und "Motylek“ ist denn auch den polnischen Fliegern gewidmet, die in der Royal Air Force gekämpft haben. Der zärtlich besungene


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