Spagat auf der Rasierklinge

Stadtleben | Begegnung: Johann Skocek | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Helmut Schulte, neuer Sportdirektor bei Rapid, hat ein Buch geschrieben

Die Rapid hat ein Problem. Nicht das, was sie glaubt. Nicht die hysterische Glückserwartung der Fans und deren im Fall enttäuschter Liebe gewalttätige Reaktion wie der Platzsturm im Mai 2011. Viel eher handelt es sich um mangelnde Einsicht des Rapid-Klerus, wie die Theologie von St. Hanappi zu handhaben sei. Die Gläubigen sollen in Heerscharen kommen, aber sie sollen nicht gleich zu Flagellanten werden, wenn in 90 Minuten keine Offenbarung passiert. Auf diese Grundfrage hat Rapids neuer Sportdirektor Helmut Schulte, 55, in einem Buch eine Antwort gegeben, ohne die Grünen auch nur mit einem Wort zu erwähnen.

Schulte kennt Rapids Problem, ohne es zu wissen. Am Schluss des Buches schreibt er vom "Spagat auf der Rasierklinge“ und davon, wie sich im neuen Stadion am Millerntor, der Heimat des FC St. Pauli, die Kommerzialisierung des Profifußballs abbilde. Wie ein Fußballverein genug Geld aufstellt, um gegen Millionärsmannschaften


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige