Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Fuchsenfeld: wo sich Kebab und Lieferpizza Gute Nacht sagen

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Man kann der Eichenstraße nicht nachsagen, dass sie nicht eindrucksvoll sei. Mit der etwa 500 Meter langen Backsteinfassade der ehemaligen (und seit der Absiedelung leer stehenden) ÖBB-Arbeiterwohnhäuser (errichtet 1870) vermittelt sie eine Trostlosigkeit, wie sie unter allen trostlosen Ausfallstraßen Wiens einzigartig sein dürfte. Gleich daneben, in der Flurschützstraße, durchmisst der 62er dafür urbane Weitläufigkeit, hier lässt sich ein bisschen erahnen, dass Meidling in den nächsten zehn Jahren wohl gentrifizierungsmäßiger Fokus sein wird.

Das Meidlinger Wild

Was sich in der kulinarischen Versorgungslage einstweilen aber noch nicht niederschlug, die ist katastrophal. Das Gasthaus Zum Jagaeck von Elfriede Simayr sticht da erfreulich heraus, ein uriges Eckbeisl mit allem, was dazugehört: Schank, Neonlicht, Herrgottswinkel, Resopaltische, Scharlachberg-Spender und Linoleumboden. Seit 24 Jahren betreibt Frau Simayr das Lokal, stolz sein kann sie auf eine wunderbar unprätentiöse


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