Prost!  Lexikon der Getränke. Diese Woche: Gojibeeren-Direktsaft

Der Gojibeerensaft als Herausforderung für Leib und Seele

Stadtleben | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Sind Sie einer der Letzten, die es grippemäßig immer noch nicht erwischt hat? Dann haben Sie vielleicht schon mit der Gojibeere Bekanntschaft gemacht. Die länglichen Beeren des auch unter dem Namen Gemeiner Bocksdorn oder Teufelszwirn bekannten Nachtschattengewächses haben eine stark antioxidative Wirkung. In letzter Zeit wurde man ihrer vor allem in der Trockenobstabteilung gut sortierter Supermärkte gewahr, und da vorwiegend wegen des beträchtlichen Preises. Auch Schönheit ist hier kein ausschlaggebender Faktor. Nun hat sich das in Unkel im Norden von Rheinland-Pfalz ansässige Fruchtsaftunternehmen Haus Rabenhorst daran gemacht, aus diesen ursprünglich aus China stammenden Beeren einen Direktsaft zu pressen. Warum? Neben der Vertreibung der freien Radikale wirkt es auch gegen das Augenleiden Grüner Star und beteiligt sich zudem am allgemeinen Wohlbefinden. Der hier feilgebotene Saft hat einen Fruchtgehalt von knapp 100 Prozent. Kein Biozucker, Agavendicksaft, keine Birnen- oder Apfelsüße behübscht diesen doch sehr herben Saft. Zitronensäure wurde zwecks Haltbarkeit beigemischt, was dem Geschmack nicht unbedingt zuträglich ist. Da mundet der Saft des Sanddorns, der gerne an den Küsten der Nord- und Ostsee wuchert, noch um einiges charmanter. So wuchert auch die Gojibeere, wenn sie bei uns einmal Fuß gefasst hat. Als Staude im Garten oder Balkon kann man sich die kleinen zinnoberroten Beeren auch selbst ziehen. Unglaublich kräftig und herb frisch, und der Rachen verlangt nach mehr. ms


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