Kinder Tipp

Nicht nur tapfere Ritter und edle Burgfräuleins

Lexikon | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Das Zoom Kindermuseum taucht mit der neuen Mitmachausstellung "Es war einmal ... das Mittelalter" tief in dunkle Zeiten ein. An vier interaktiven Stationen erfahren die Kinder hautnah, wie die Menschen damals nicht nur in den Burgen, sondern viel mehr am Land und in den Städten gelebt haben. Ein Alltag ohne elektrischen Strom, ohne schnelle Transportmittel, ohne moderne Maschinen - kaum vorstellbar.

"Das Mittelalter ist in der Kinderund Jugendkultur ein populäres Thema: Kinder bauen Sandburgen und verkleiden sich als Ritter oder Burgfräulein. In der Ausstellung können diese Mittelalterbilder und -klischees überprüft und kontextualisiert werden. Die Kinder werden auf die heute noch existierenden Spuren aus dieser vergangenen Epoche aufmerksam gemacht", so Zoom-Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer.

Gleich in der ersten Station sind die Kinder mit dem harten Landleben konfrontiert: Holz sammeln im dunklen Wald, wo Drachen und Bären lauern und auf engstem Raum in einer kleinen Hütte hausen. Die zweite Station ist dem Leben in der mittelalterlichen Stadt gewidmet. Verschiedene Handwerkszünfte stellen sich vor, die Kinder können in der Schneiderei die Kleidung des Mittelalters entdecken, in der Schusterei die eigenwillige Fußbekleidung bewundern, in der Apotheke allerlei Gebräu herstellen und in der Münzanstalt ein paar Silberlinge stanzen. Auch wenn der Schwerpunkt nicht auf dem Ritterwesen liegt, ohne Pferde, Ritterrüstung -zumindest ein Kettenhemd steht zum Probieren bereit -und Lanzen kommt die nächste Station nicht aus. Sie setzt sich mit dem Leben auf den gar nicht so prunkvollen Burgen auseinander. Gänsefedern und schwarze Tinte sind die Ingredienzien der letzten Station, die im Zeichen der mittelalterlichen Schreibund Baukunst steht. LK

Zoom Kindermuseum, bis 1.9.


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