Nach Zypern: EU in der Defensive?

Kommentar: Markus Marterbauer | Falter & Meinung | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Die EU rettet den Kleinstaat und greift auf Privatkonten zu. Ein europäischer Plan gegen das Debakel fehlt

Kakerlaken-Ideen“ nennt der zu kräftigen Worten neigende Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Paul Krugman die in der Europäischen Kommission vorherrschende Meinung, man könne sich aus der Krise heraussparen.

Nüchterner, aber in der Sache ähnlich argumentiert der belgische Ökonom Paul de Grauwe, der das Standardwerk zur Währungsunion verfasst hat. Die Sparpolitik der EU treibt die Krisenländer immer weiter in die Rezession und verursacht enorme soziale Kosten.

Einer der weltweit wichtigsten Finanzmarktexperten, Sony Kapoor, spricht vom "schockierenden Maß an makroökonomischen Analphabetismus der politischen Eliten“.

Starker Tobak für die Spitzen der EU-Politik, die beim jüngsten Gipfel in Brüssel einmal mehr versuchten, Zuversicht zu verbreiten. Wirtschaftskommissar Olli Rehn und Ratspräsident Herman Van Rompuy sahen bereits positive Signale bei den Staatsschulden,

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