Die Beschwerde der Wärterinnen


Bericht: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Sexuelle Belästigung durch FPÖ-Politiker, Missbrauch von Insassinnen, Bestechung durch Topverteidiger, Schmuggel von Drogen durch Beamte: Justizbeamtinnen in Wiens größtem Gefängnis erheben schwerste Vorwürfe - aber die Justiz lässt sie im Stich

Wo soll man in diesem Fall nur beginnen? Bei den Pornomails, die die jungen Justizwachebeamtinnen von einem freiheitlichen Abgeordneten erhalten haben wollen, ehe er ihnen im Wachzimmer auf den Hintern griff?

Oder bei der "Wäschekammer“ der Justizanstalt Josefstadt, in der Insassinnen von Beamten Kokain erhalten haben sollen, bezahlt mit "Liebesdiensten“ und anderen "Naturalien“, wie es in einem Bericht der Staatsanwaltschaft ans Justizministerium heißt?

Oder bei der Sekretärin eines Wiener "Topverteidigers“, die für Justizwachebeamte Kuverts mit Bestechungsgeldern bereitgehalten haben soll? Wie eine Kollegin der Beamten als Zeugin aussagt.

Oder soll man ganz unten anfangen? Bei den Wärterinnen, die im eigenen Namen und im Namen

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