Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Ist das Kunst oder kann das weg? Über das Ende einer Hinweistafel

Politik | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Benedikt Narodoslawsky

Am Mittwoch wird es im Kontrollausschuss des Wiener Gemeinderats auch um dieses komische Schild mit dem Rechtschreibfehler gehen. Es hängt in der Nähe der Staatsoper, beim U-Bahn-Eingang zum Karlsplatz, "Opernpassag“ steht darauf. Weil man Opernpassage aber am Ende mit einem "e“ schreibt, beschweren sich viele Menschen und rufen bei der Straßenverwaltung an (MA 28). Das tun sie, seit die Tafel dort hängt. Also seit dem Jahr 1999.

Die Mitarbeiter der MA 28 erklären den Anrufern stets, dass das Kunst ist. Dass die Tafel eine Laufschrift simulieren soll, wie man sie aus Nachrichtentickern im Fernsehen kennt. Aber die Anrufe nehmen kein Ende. Das sei mit "einem nicht unwesentlichen Zeitaufwand verbunden“, stellt das Kontrollamt in seinem aktuellen Bericht fest. Es empfiehlt, Passanten über die Kunstinstallation zu informieren. Die MA 28 löst das Problem anders: Sie wird das Schild durch eines mit "e“ am Ende ersetzen.


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