Ein Brownie zur Gruftimusik

Feuilleton | Reportage: Gerhard Stöger | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Der Transporter im fünften Bezirk wird zum temporären Plattenladen Transformer, wo freundliche Menschen düstere Musik verkaufen

Irgendwas ist anders an diesem Freitagnachmittag im Transporter. Das Subkulturlokal im fünften Bezirk ist wie gewohnt mit jungen Menschen gefüllt, doch nicht alle Tische sind heute zum Abstellen der Getränke da. Manche werden als Verkaufsflächen genutzt. Der Transporter beherbergt bis auf Weiteres nämlich dienstags bis samstags ab 13 Uhr den Transformer, eine Mischung aus Kommunikationsort des lokalen Do-it-yourself-Popundergrounds und temporärem Plattenladen für düstere Heimwerkerproduktionen aus aller Welt, die bisher nicht in Wien erhältlich waren. Früher hätte man "Gruftimusik“ dazu gesagt.

Fanzines und Bücher liegen aus, Schallplatten, CDs und Tapes, versehen mit kleinen Aufklebern, die ihren Inhalt beschreiben. "Drummachine-getakteter Post-Punk aus Leeds. Unpolierte Anklage des Frohsinns. Gibt’s nicht im Radio“ steht da, oder "Stimmgewaltiges


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