Ohren auf  Sammelkritik: österreichischer Alternative-Pop im Überblick

Allerlei lokaler Pop im Schnelldurchlauf

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Noch Ende der 1980er-Jahre galt es als kleines Wunder, wenn eine österreichische Band abseits des klassischen Austropop eine eigene Platte produzierte. Heute erscheint so viel, dass längst niemand mehr den Überblick behalten kann. Hier ein kleiner Selbstversuch: Wie viel Pop aus lokaler Fertigung passt in eine "Ohren auf“-Sammelkritik?

The End Band führt mit dem Albumtitel "Babysounds“ (Zita) in die Irre; weder regiert die Infantilität noch hört man Einschlaflieder. Stattdessen gibt es eingängigen Indiepop mit lieblichem Gesang, der schmeichlerisch und romantisch, ingesamt aber etwas gar zu höflich tönt. Stark tätowierten Rockpop, mal mit Strom-, dann wieder mit Akustikgitarre, spielen Excuse Me Moses und liefern mit "III“ (Global Satellite) professionell gemachte Musik von zeitloser Langeweile. Kung Fu Kitty mischen auf "Massive Purple Flash of Lightning“ (Pate) sonnigen Poppunk und von der Masse träumenden Alternative-Pop. The Fictionplay verabreichen Glam-angehauchten

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