Phettbergs Predigtdienst

Das Religiöse muss ein "Leben als ob“ sein

Kolumnen | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Kaum legte ich mich schlafen, begannen in Gumpendorf alle Glocken zu läuten. Franziskus nennt sich der neue Papst! Er war Bischof von Buenos Aires und kämpfte für die Armen in Argentinien. Leider ist er absolut gegen Schwulen-Ehe. Klar, wo kämen die Kinder her, denken alle. Es wäre eine zu arge Revolution, wenn dies auch nun anders betrachtet würde. Jorge Mario Bergoglio ist Jesuit und nennt sich nun PAPST FRANZISKUS, der allererste Papst, der sich in Verehrung des Heiligen Franziskus nennt! Wenn er "hören“ kann, wird er wissen, dass alles Unebene geradegebogen werden muss, Frauen müssen zu Priestinnen ordiniert werden, Schwule, Transen und Lesben müssen in den Jubel über Franziskus einstimmen können.

Dass Benedikt XVI. zurücktrat, nachdem tausende Priester sexuell erwischt worden waren, Kinder zu verwenden. Und wer weiß, was an anderen sich ereignete. Der Kammerdiener des emeritierten Benedikt hatte die Briefe sich kopiert und an die Medien weitergegeben. Gotty dürfte eindeutig eine Schimäre sein, aber unser Hirn kann nur leben, wenn wir "leben als ob“. Ich z.B. geb so viel Geld fürs Fressen aus, könnte zwei Drittel dieser Summe an Arme weitergeben.

Der Bischof von Buenos Aires steht im Ruf, mit der Straßenbahn zu fahren und "Bischof der Armen“ zu sein. JUHU, wollen wir nun mithoffen, dass die Kirche Jesu gegen alles Unrecht im Sinne der Bergpredigt einträte! Allein, dass Jesus keinen "Armen im Heiligtum des Sex“ sich zu nennen wusste, sagt eindeutig, dass das Religiöse ein "Leben als ob“ sein muss. Mario Bergoglio kochte sich selber, lebte allein in einer Wohnung, keinesfalls im erzbischöflichen Palais von Buenos Aires.

Wenn eine Not gelöst wird, multipliziert sich das Wollen, die Nöte aller Menschen zu betrachten! Beginnen wir nun mit Hilfe der Armen. In Argentinien ist die Armut ein Riesenproblem, in USA und Europa sind Sex und GENDER-Gerechtigkeit ein Riesenproblem. Lösen wir zuerst die Armut in der Welt. Dann kommt ein nächster Papst halt. Die Jahrtausende verziehen sich, die Päpste werden in der Peterskirche begraben. Religionen waren das, was nun "http“ leisten wird. Unvorstellbar, dass so viele Menschen an Hunger sterben müssen, und ich platze an FRASS!

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