Frau Cirrus und Herrn Cumulus gibt es auch als Kunstgenuss: Wolken ziehen ins Leopold Museum


Klaus Nüchtern
Lexikon | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Fordert man jemanden spontan auf, eine Wolke zu zeichnen, dann kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Cumulus humilis heraus - jene wattebauschhafte Schönwetterwolke, wie sie an einem Sommertag vereinzelt oder in Gruppen übers Firmament zieht.

Zeichenhaft steht dieser Typus für die Wolke an sich. Kein Wunder also, dass sich der Cumulus humilis auch in den Bildern des belgischen Surrealisten René Magritte immer wieder findet. So auch auf dem Bild "Sommer 1931“, das dem Leopold Museum seinerseits als ikonisches Sujet für seine Schau "Wolken. Welt des Flüchtigen“ dient.

Wolkendarstellungen gibt es in der Kunst natürlich schon viel früher - was wäre das Barock ohne Wolken, was die niederländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts? -, aber es ist durchaus konsequent, dass die Ausstellung im frühen 19. Jahrhundert einsetzt. Damals wurde die Wolke, die man davor für eine unklassifizierbar flüchtige Erscheinung hielt, quasi "erfunden“. Die im Wesentlichen bis heute gültige

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