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Nachtaktiv: "Dracula“ in frischer Übersetzung

Lexikon | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Blutsauger im Nachbarhaus: Helmut Berger und Barbara Horvath lesen Bram Stoker (1847-1912), und zwar aus der im Vorjahr erschienenen "Dracula“-Neuübersetzung von Andreas Nohl (nur eine von zwei Übertragungen, die anlässlich des 100. Todestages des Autors publiziert wurden). In einer Hinsicht glichen sich Stoker und sein berühmtestes Geschöpf: Beide waren nachtaktiv. Der Graf aus Transsylvanien konnte sein Unwesen bekanntlich nur dann treiben, wenn ihn das Tageslicht nicht behelligte. Sein Schöpfer kam nur in der Nacht zum Schreiben. Tagsüber arbeitete der irische Autor, der zunächst als Rechtsanwalt in die Fußstapfen seines Vaters getreten war, jahrzehntelang als Geschäftsführer des Londoner Lyceum Theatre und als persönlicher Sekretär von Henry Irving, dem Ende des 19. Jahrhunderts populärsten englischen Schauspieler. SF

Schauspielhaus, Nachbarhaus, Mo 21.00


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