Kunst  Kritik

Arm in Arm mit den alten Meistern

Lexikon | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Mit ihren Collagen von geheimnisvollen Architekturen wurde Amelie von Wulffen bekannt. In der Galerie Meyer Kainer stellt sie nun neue Bilder voller kunstgeschichtlicher Verweise vor. Da blickt etwa Francisco de Goya von einem Porträt und der Impressionist Gustave de Caillebotte tritt als Jüngling auf. Egal ob historisches Stillleben, Landschaftsbild oder Abstraktion, Amelie von Wulffen holt sich für ihre bunten Großformate, was ihr passt. Sie verfährt auch als Malerin wie eine Collagistin, ohne Scheu vor Kitsch und Bad Painting. Vor allem in ihrer Raumwirkung sind diese Gemälde interessant, die sich nicht mehr wie in der Vergangenheit um Mysterium bemühen, sondern um spezifisch malerische Fragen. Einzig die trashige Wandmalerei, eine Art Vorhang, ist entbehrlich. NS

Galerie Meyer Kainer, bis 30.3.


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