"Jack and the Giants“ - Riesenrollercoasterrausch

Lexikon | Dr. Robnik | aus FALTER 12/13 vom 20.03.2013

Vieles in diesem Film ist auf hohem Niveau, manches gar auf einem Hochplateau. Schwindel wird erregt in "Jack the Giant Slayer“, zu Deutsch "Jack and the Giants“. Letztere, die Giants, sehen aus wie Slayer, die Metalband: wüst, haarig und rein männlich; Krach machen sie auch. Von ebenso grotesker Größe ist der Baum, der aus Zauberbohnen himmelhoch wächst und, als er gefällt wird, fällt - und zwar endlos. (Das gefällt.)

Viel Holz - und zu wenig Licht - gibt’s anfangs auch im Dialog; doch nach dem Intro - halb romantisch, halb mythisch (politisch unkoscher: Albions edle Ritter gegen eine dunkle Ethnie) - berauscht 3-D-Fantasy-Action, von Bryan Singer formenreich inszeniert wie seit "X-Men 2“ nicht mehr, mit tollen Bauten und Animationen, kessen Onelinern und Mimen (Nicholas Hoult, Ewan McGregor, Bill Nighy mit Doppelkopf), in märchenhaft obszöner Fleischlichkeit (Schwein & Ritter in Riesenroulade) und grollendem Sound von Stimmen, Stein und Stahl. Ein Genuss, zumal im Vergleich mit Actionschrott wie "Hänsel & Gretel: Hexenjäger“. Von den zirka zwei Fantasyfilmen, die wir 2013 gesehen haben sollen werden, ist dieser hier eineinhalb.

Derzeit im Kino (OF 3-D im Artis und Village)


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