Neu im Kino

Rushdies "Mitternachtskinder" als Film

Lexikon | MO | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Am 15. August 1947, Schlag Mitternacht, als Indien seine Unabhängigkeit erklärt, werden in Bombay zwei Babys geboren und von Kindermädchen Mary in einem Akt der revolutionären Subversion vertauscht: Mach die Reichen arm und die Armen reich! Fortan sind Saleem und Shiva dazu verdammt, ein Leben zu führen, das eigentlich für den anderen bestimmt war. "Mitternachtskinder" verwebt diese Verwechslungs-und Entwicklungsgeschichte über drei Generationen mit jener Indiens im 20. Jahrhundert. Salman Rushdie, der Anfang der 1980er Jahre damit den Durchbruch schaffte, kürzte seinen Roman auf Drehbuchlänge und wirkt in Deepa Methas Bilderreigen zudem als Off-Erzähler mit. Dennoch ist dieser Film nur ein fruchtloser Kompromiss: auf Englisch, im behäbigen Tempo einer Bollywoodproduktion gedreht, aber ohne deren Witz.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Votiv)


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