Betreff:

Vergewaltigung

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Sie sagt, er habe sie vergewaltigt. Er sagt, sie wollte es so. Die Justiz glaubt ihm, obwohl seine Vergangenheit gegen ihn spricht. Ein Missbrauch vor Gericht

Am Ende des Interviews nimmt Klara Meier (Name geändert) ihr iPhone aus der Tasche und googelt Jiu-Jitsu-Würgegriff. Sie sagt, dass man sich von den Dingen ein Bild machen sollte, ehe man urteilt.

Es erscheint das Foto zweier Kämpfer, die übereinander auf dem Rücken liegen. Einer packt den anderen am Hals. Der andere kann sich nicht mehr bewegen. "Eine falsche Bewegung“, sagt Klara Meier, "und er hätte mir das Blut abgedrückt, den Kehlkopf zerquetscht und ich wäre gestorben.“

Ihr sei schwindlig geworden in dieser Stellung. Er habe nach Bier gestunken. Klara Meier hat noch seine Worte im Ohr: "Und soll ich dir jetzt dein Licht auslöschen? Soll ich dein Licht auslöschen? Es geht ganz schnell.“

Klara Meier sagt, an eine Flucht sei nicht zu denken gewesen. Sie habe Todesangst verspürt. Eine Vergewaltigung, das weiß sie heute,


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