"Die Beschwerde der Wärterinnen“: Ein Falter-Bericht sorgte für Schlagzeilen

Politik | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

:: Die Justizministerin schien im Fernsehen nach frischer Luft zu schnappen, so heiß war ihr geworden: "Die Staatsanwaltschaft ist dafür zuständig, die Staatsanwaltschaft“, stotterte sie.

Es war kein besonders souveräner Auftritt von Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP). Als sie vergangene Woche - bei der Präsentation einer Justiz-Whistleblower-Plattform - auf eine Falter-Titelgeschichte angesprochen wurde, wies sie jegliche Verantwortung für Ermittlungspannen und Vorwürfe der Korruption in Wiens größtem Gefangenenhaus von sich. Vom Weisungsrecht - es sollte eigentlich auch eine Art rechtliche und politische Fachaufsicht über die Staatsanwälte darstellen - wollte Karl nichts mehr wissen.

Zwei Affären hatte der Falter vergangene Woche aufgedeckt, in beiden Fällen ging es um Hinweise von Beamtinnen, die ignoriert worden waren. Die Enthüllungen wurden sogar auf dem Krone-Cover zitiert.

Der erste Fall betraf die mutmaßlichen Grapschereien des FPÖ-Abgeordneten Christian Lausch.

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