Die Tiefe der Taschen

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Neun Millionen von Meinl, ein Porsche als Dankeschön und Fionas Luxustaschen als Abschreibposten: KHG legt seinen Steuerakt offen - und damit auch sich selbst

5,4 Millionen Euro Einkommenssteuer soll Karl-Heinz Grasser der Republik Österreich nachzahlen. Seine Vaduzer Stiftungen und seine Briefkastenfirmen auf den Jungferninseln hätten nämlich nur einen Sinn gehabt: die Steuerpflicht für seine Meinl-Geschäfte zu umgehen.

Das enthüllte das Profil oder, besser gesagt, Grasser selbst. Über mehrere Seiten legte KHG dann auch noch in einem Artikel seine Sicht auf sein Strafverfahren dar. Er kritisierte die Fahnder, die ihn zum Mafiaboss machen würden, und seinen Steuerberater, der ihn nun belasten würde, um die eigene Haut zu retten. Überall nur Feinde. Ob die Strategie aufgeht?

Grasser hatte seinen Steuerakt veröffentlicht, "um dem Amtsmissbrauch durch irgendeinen Beamten“ und "wilden Spekulationen“ zuvorzukommen, wie sein Anwalt Manfred Ainedter erklärt.

"Litigation-PR“ nennt

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