Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Pop

Couscous: Trans

Couscous begann als Spielerei des Kreisky- Gitarristen Martin Max Offenhuber, heute ist es ein Quartett, das ordentlichen Lärm macht: "Trans“, das während einiger Sessions im Radiokulturhaus 2010 begann und später laufend ergänzt wurde, wildert zwischen Postpunk, Weltmusikanleihen, die wie hinterfotzige Spiele mit Ethno-Klischees anmuten, und Klangexperimenten der räudigeren Art. Exotische, teils selbst gebaute Instrumente tun das Ihre dazu, dass dieses Album klingt wie nichts anderes da draußen. Fehlt nur der Cover-Hinweis "Laut anhören!“ (Pumpkin) sf

Live: 4.4., 20.30 Uhr, TAG

Lokal

Johannes Girmindl: Chuck’s Garage

Der Wiener Liedermacher und Multiinstrumentalist Johannes Girmindl ist ein äußerst umtriebiger Do-it-yourself-Künstler zwischen Americana und Austropop. "Girmindl spielt Prophet“, der Untertitel seiner neuen CD, hat keinen spirituellen Hintergrund, sondern bedeutet schlichtweg, dass Lieder des US-Songwriters Chuck Prophet ins Wienerische übertragen wurden. Handgeschnitzt von der Aufnahme bis zur Verpackung ist Girmindl dabei ein stimmungsvolles Album gelungen, das an die lokale Poptradition der 1970er erinnert. ( www.girmindl.at) gs

Klassik

Leonidos Kavakos: Beethoven

Beethovens Violinsonaten gelten für Geiger als ultimative Reifeprüfung. Leonidos Kavakos begleiten sie seit vielen Jahren. Immer wieder spielt er sie im Konzert, nun hat er sie gesammelt auf drei CDs eingespielt. Es ist beeindruckend, mit welcher Bandbreite an Farben und Stimmungen Kavakos hier die Beethoven’schen Landschaften durchwandert: vom grimmigen, unnachgiebigen und unberechenbaren bis hin zum überaus sensiblen Beethoven. Eine sehr gelungene Gesamteinspielung, nicht zuletzt wegen Enrico Pacca, Kavakos’ kongenialem Partner am Klavier. (Decca) mda


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