"Ich muss selbst darüber kichern“

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Als Schriftsteller ersinnt Hanno Millesi verschrobene Helden, in seiner Kunst überlässt er sich stärker seinem Spieltrieb

In seiner Vorstellung ist der Angestellte schon unzählige Male aufgebrochen, hat Bekanntes gegen Unbekanntes getauscht, Vertrautes gegen Fremdes.“

Weil die Firma, für die er arbeitet, aber von der Krise betroffen ist, wird ihm vorgeschlagen, sich eine Auszeit zu nehmen. "Können wir ihn währenddessen bezahlen? Selbstverständlich nicht, aber das spielt wohl kaum eine Rolle, handelt es sich doch um eine Investition. Eine unbezahlbare Phase der Eigenverantwortung.“

In "Granturismo“, Hanno Millesis jüngstem Roman, macht sich einer auf den Weg. Es wird allerdings schnell deutlich, dass er nicht der Typ für Reisen ins Ungewisse ist. Er fährt lieber Schnellbahn anstatt zu trampen, und wenn es ihm zu bunt wird, steigt er im nächstbesten Bahnhof in die Bahnlinie ein, die ihn zurück in die Hauptstadt bringt.

Für einen Autor, der im Hintergrund gern die Fäden ziehen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige