Nüchtern betrachtet 

Schenket und ihr werdet beschenkt werden

Feuilleton | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Wenn Leute gute Arbeit leisten, ist das eine erfreuliche Angelegenheit. Wenn sie diese auch noch sichtlich mit Freude erledigen, ist das noch erfreulicher und ein guter Anlass, dieser Freude durch kleine Geschenke Ausdruck zu verleihen, damit sich die Beschenkten über die Geschenke und die Freude freuen, die sie unsereinem bereitet haben. Überhaupt sollte man darauf schauen, dass ein bisschen mehr Freude zirkuliert auf diesem Erdenrund.

Auf die Dienstleistungen, auf die ich, so es mein und meiner Dienstleister Zeitplan zulassen, allwöchentlich zurückgreife, zählt das Befingern meines Rückens und das Beblasen meiner Klarinette. Den Rücken lasse ich befingern, die Klarinette beblase ich selber, allerdings unter Aufsicht. Meine Masseurin zupft, zieht und ziept von den Zehen- bis zu den Haarspitzen an mir herum, versucht meine verfilzten Faszien wieder geschmeidig zu machen, und mein Klarinettenlehrer versucht zu verhindern, dass ich klinge wie die Klarinette in einem Eddie-Izzard-Sketch.


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