Stadtrand Urbanismuskolumne

Dankbarkeitsriegel? Merci, nein!

Stadtleben | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Die Menschen können sehr dankbar sein. Zum Beispiel wenn Operationen gut verlaufen sind oder Krankenhausaufenthalte endlich vorüber sind. In solchen Momenten ist man sogar hierzustadt irre dankbar und lässt seine Dankbarkeit auch gerne am Personal aus - fragen Sie mal Pfleger oder Ärztinnen. Leider sind die meisten Patienten allerdings sehr einfallslos, wenn es darum geht, wie man sich bedankt. Danke heißt Merci, weshalb sich in Schwesternzimmern oder Stationsstützpunkten die Schachteln mit der gleichnamigen Dankbarkeitsschokolade stapeln.

Wieso kommt nicht einmal ein Obstkorb, fragt ein Arzt und stopft sich traurig den fünften Merci-Riegel in den Mund. Wir werden hier gemästet, beschwert sich eine Pflegerin, die nicht undankbar scheinen möchte, aber: Eine Flasche Apfelsaft wäre besser und gesünder. Sagt sie. Ein anderer fände "Brötchen vom Trzesniewski“ eine hübsche Alternative zum Merci-Quadrat. Was gar nicht geht: Selbstgemachtes. Kuchen, Kekse und andere Patientenleckereien, verrät eine Informantin, landen im Müll. Unangeknabbert. F


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