Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (107)

Stadtleben | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Herr T. fragt, ob er als Gast von Hundebesitzern deren Liebling ignorieren darf oder ob man ihn ebenfalls wie ein Kind begrüßen muss.

Tiere zu vermenschlichen ist - menschlich. Waren früher Hunde eher in Hütten, Zwingern oder an der Kette, haben die kleinen und großen Lieblinge immer öfter nicht nur einen Platz in den Herzen ihrer Besitzer, sondern auch auf deren Sofas. So gesehen scheint es angebracht, dass Sie, werter Herr T., den Hund Ihrer Gastgeber ebenfalls begrüßen. Doch keine Angst: Begrüßungsküsschen für Waldi wird niemand von Ihnen verlangen. Auch ein Knochen oder dergleichen als Mitbringsel wäre übertrieben. Unterhalten müssen Sie sich mit dem Familienhund übrigens auch nicht.

Sollten Sie Hundehasser sein, steht es Ihnen selbstverständlich offen, Gastgeberhunde zu ignorieren. Aber: Hundefreunde laden selten Hundehasser zu sich nach Hause ein, oder? F

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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