Wo die Zwiebel hinfällt

Stadtleben | Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Der belgische Koch Johan Lemineur bereitet die französische Nationalsuppe zu

Wer traurig ist und dem Winter eine Träne nachweint, weil ja jetzt vielleicht doch der Frühling kommt, sollte diesen Zustand nutzen, um Zwiebeln zu schneiden und daraus eine Suppe zuzubereiten. In Frankreich und Belgien ist das so üblich. Glaubt man einer netten Anekdote, geht die Erfindung der Zwiebelsuppe auf Ludwig XV. zurück, der hungrig von einer längeren Jagd zurückkehrte, die Küche des Jagdschlosses gab allerdings nicht mehr als Brot, Butter, Zwiebeln und Champagner her.

Wahrscheinlicher ist, dass die Landessuppe der Grande Nation ihren Ursprung in den Armenvierteln Lyons hat, wo die Zwiebel überhaupt gerne zum Einsatz kam - Champagner eher weniger - und das herrlich mundende Süppchen dort aus der Not heraus gekocht wurde. Übrigens: Zwiebelgerichte tragen in Frankreich gerne den Beinamen lyonnaise.

Wie dem auch sei: Zwiebelsuppe ist gesund, gut bei Kälte, gut gegen Erkältungen, zudem sind Zwiebeln


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