"Sein Leben zu riskieren gibt Sinn“

Steiermark | Interview: Tiz Schaffer | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Günther Zgubic war Gefängnisseelsorger in Brasilien. Ein Gespräch über Morddrohungen und die RAF

Dieser Tage wurde Günther Zgubic der Große Josef-Krainer-Preis für sein Wirken als Gefangenenseelsorger in Brasilien verliehen. 1988 ist Zgubic, der zuvor pastoral in der Steiermark tätig war, nach São Paulo emigriert, um sich auch für Menschenrechte zu engagieren.

Während er als Priester anfänglich noch im ärmsten Stadtteil von São Paulo, dem Campo Limpo, wirkt, wird er ab Mitte der 1990er zum wichtigsten Gefangenenseelsorger Brasiliens. Als Antifolteraktivist im Namen des Herrn baut er die Gefängnisseelsorge im ganzen Land aus. Aufgrund seiner Initiativen wurde Brasilien im Jahr 2001 von der internationalen Staatengemeinschaft für seine Folterpraxis verurteilt.

Vor zwei Jahren ist der 1949 in Pöls geborene Priester wieder heimgekehrt - früher als geplant. Nicht nur, weil es der Wunsch von Bischof Egon Kapellari war, dem die Priester fehlten, sondern auch, weil Zgubic 2010 in


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