Wofür so ein Lied alles gut sein kann

Wolfgang Pollanz hat Geschichten zu "33 Songs" parat

STEIERMARK | TS | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Man kann Pop mögen oder nicht, man kann den einen Song mehr als den anderen schätzen. Für eines taugt Popmusik aber immer: Man kann rund um sie interessante Geschichten erzählen. Der steirische Literat Wolfgang Pollanz tut das in seinem neuen Werk "33 Songs", diese Woche präsentiert er es. Dass Pollanz eine handfeste Affinität zur Popkultur hat, dürfte bekannt sein, er ist der Betreiber des Labels Pumpkin Records.

Und schon von Alters wegen hat er natürlich auch einen starken Bezug zur Musikhistorie. Das heißt: Über 33 Songs der letzten fünf Jahrzehnte erzählt Pollanz mit "überbordender Assoziationsfreude" kleine Geschichten, fährt mit ihnen in Seitenstrassen oder stellt Überlegungen an, für die er etwa auch Peter Sloterdijk zurate zieht.

Manche von ihnen sind in jedem Kanon zu Hause, wie etwa "Strawberry Fields Forever" von den Beatles oder "Diamonds Are Forever" von Shirley Bassey. Manche sind Perlen neueren Popschaffens, wie etwa "You Are My Sister" von Anthony and the Johnsons. Über einige wie "Rocket Man" von Pearls Before Swine oder "Nothing Takes the Place of You" von Toussaint McCall dürften heutzutage eher nur mehr Experten Bescheid wissen. Aber das Beste ist ja: So eine Geschichtensammlung eignet sich natürlich vorzüglich für Lesungen.

Edition Keiper, Graz, Do 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige