Musiktheater Kritik

"Dem Theater geben, was des Theaters ist"

Lexikon | HR | aus FALTER 13/13 vom 27.03.2013

Mit dieser Maxime löste Alban Berg das "Opernproblem", überwand am nachhaltigsten Wagner und schuf das vielleicht bedeutendste Musikdrama des 20. Jahrhunderts. Von der nun 25 Jahre alten, naturalistischen und exemplarischen Inszenierung des "Wozzeck" von Adolf Dresen sollte sich die Wiener Staatsoper nicht so bald trennen. Die neubesetzte, nunmehr von Franz Welser-Möst in aller Dramatik exzellent einstudierte Wiederaufnahme besticht mit einer grandiosen Marie und einem sehr guten Titelhelden, auch Hauptmann, Doktor und alle anderen überzeugen. Gut eineinhalb Stunden dauert die Oper nur. Wie Berg Georg Büchner in "strengen" musikalischen Formen umsetzte, die man nicht merken soll, muss man sehen und hören. Die letzte Szene ist eine Toccata: "Hopp, hopp!"

Staatsoper, Sa, Di 20.00


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