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Wie wir wurden, was wir waren

Falter & Meinung | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Was alles geht

Also sprach der Ökonom: "Man kann im Grunde nicht viel tun. Und was die Leut wahrscheinlich besonders beunruhigt: Man kann weniger tun als in den vergangenen Jahren, allein schon wegen der Öffnung der Märkte. Früher hatten Sie zum Beispiel einen abgeschlossenen Kapitalmarkt in Österreich. Da hatten Sie einen großen Spielraum bei den Zinsbewegungen. Heute ist das anders: Die Nationalbank kann nicht einfach drei Prozentpunkte unter dem deutschen Zinssatz liegen, weil das Kapitalbewegungen zur Folge hat. Sie können nicht länger als ein Jahr eine deutlich expansivere Politik als das Ausland betreiben, weil das die Leistungsbilanz negativ beeinflusst. Sie können da und dort ein bisschen herumprobieren, zum Beispiel mit der Erhöhung des Investitionsfreibetrages. Man kann sich auch überlegen, Steueraufkommensausfälle hinzunehmen und für ein oder zwei Jahre ein höheres Defizit in Kauf zu nehmen.“ Der Ökonom: Alexander Van der Bellen, "Professor für Finanzwissenschaften


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