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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

In Schweden gibt es den allerskurrilsten Rechtsstreit zwischen Linguisten und Google. Die Idee war, das Wort "ogooglebar“ in den offiziellen Wortschatz aufzunehmen. Es heißt "ungoogelbar“ und hätte bedeutet, dass etwas "nicht im Web mittels einer Suchmaschine aufzufinden“ ist. Jeder kennt das: Man weiß ganz genau, dass sich eine Info irgendwo im Netz versteckt - nur man findet sie nicht.

Google missfiel die Idee und forderte, dass "ungoogelbar“ als etwas gilt, das "nicht im Web mittels Google aufzufinden ist“ - daneben das Trademark-Symbol. Irgendwann wurde es den Schweden zu viel, sie zogen das Wort zurück. Ich vermute ja, dass Google nicht mit dem Begriff assoziiert werden wollte; "ungoogelbar“ ist nicht gerade ein Kompliment für die Suchmaschine. Meine Lösung: Ob es Google will oder nicht, wir nehmen "ungoogelbar“ in unsere Alltagssprache auf. Irgendwann landet es dann sicher im Wörterbuch. Nicht Google, sondern der User hat das letzte Wort!


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