"Wenn man nie was geklaut hat, ist das auch nicht gut“

Feuilleton | Interview: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Heinz Strunk ist ein toller Kindheits-roman geglückt. Wie aber schreibt man aus der Perspektive eines Sechsjährigen?

Mit "Junge rettet Freund aus Teich“ legt der deutsche Schriftsteller, Musiker, Schauspieler und Entertainer Heinz Strunk, der 2004 mit seinem stark autobiografischen Roman "Fleisch ist mein Gemüse“ bekannt wurde, sein bislang gelungenstes Buch vor.

Er erzählt darin die ebenso komische wie traurige Geschichte eines im Hamburg der 60er- und frühen 70er-Jahre aufwachsenden Buben namens Mathias Halfpape. Nächste Woche wird Strunk, dessen bürgerlicher Name Mathias Halfpape lautet, mit seinem jüngsten Werk im Wiener Rabenhoftheater und im Literaturhaus Graz zu Gast sein.

Falter: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Kindheitsgeschichte zu erzählen?

Heinz Strunk: Die ist mir schon ziemlich lange im Kopf rumgegeistert und war zuerst eine Formatidee: Ich wollte drei Entwicklungsphasen eines Kindes erzählen. Im ersten Kapitel ist Mathias sechs Jahre alt, im zweiten zehn,

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