Buch der Stunde

Theater ohne Blicke, Film ohne Hintergrund

Feuilleton | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Das Hörspiel wird auch als "Kino im Kopf“ bezeichnet. Das klingt gut, trifft es aber nicht ganz. "Auch wenn der Film nur die Auseinandersetzung zweier Menschen erzählen will, kann er sie aus ihrer Umgebung nicht herausschneiden“, beschreibt der Hörspieldramaturg Thomas Fritz den Unterschied. "Film kennt keine Hintergrundlosigkeit, und daraus muss er etwas machen. Hörspiel aber ist Hintergrundlosigkeit par excellence.“

Der Text ist in einer von Hörspielautor Helmut Peschina edierten Ausgabe der Zeitschrift Maske und Kothurn enthalten, die ganz dem Hörspiel gewidmet ist. Zehn prominente Autorinnen und Autoren - von Elfriede Jelinek bis Kathrin Röggla - erklären in kurzen Texten, warum sie (auch) Hörspiele schreiben. Die Schauspielerin Chris Pichler, der Schauspieler Peter Matic, der Musiker Max Nagl, der Regisseur Götz Fritsch und Radiomacher verschiedener Sender reflektieren in Gesprächen und Aufsätzen über die Arbeit in einem Medium, das unter den dramatischen Künsten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige