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Ist die Oma eine nette, macht sie spanische Omelette

Grundkurs Kochen (192)

Stadtleben | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Mit Tortilla sind zwei verschiedene Speisen gemeint. Die meisten werden wohl die mexikanische Maisflade vor sich haben, die zum Chili con Carne gereicht wird oder mit der man in letzter Zeit allerhand Schmackhaftes einzupacken bereit ist: Alles wrappt. Nun gibt es aber auch die Tortilla Española, ein einfaches und wunderbares Omelette aus Erdäpfeln und Eiern. Die küchenhistorische Frage, wie die Tortilla in Europa zur Kartoffel kam und ob sie eigentlich aus Spanien oder Mexiko stammt, muss hier unbeantwortet bleiben.

Für zwei Personen nimmt man vier bis fünf große, festkochende Knollen, die zunächst geschält, gewaschen, getrocknet und in Würfeln mit einer Kantenlänge von etwas weniger als einem Zentimeter geschnitten werden. Diese schiebt man in einer großen Pfanne mit reichlich Butter und Olivenöl bei mittlerer Hitze so lange hin und her, bis sie eine leicht goldbraune Farbe aufweisen. In den kurzen Pausen des Schiebens sind vier Eier in eine kleine Schüssel zu geben, etwas Salz und einen Schuss Mineralwasser beizufügen und mit einer Gabel zu verquirlen. Nun ist es an der Zeit, den Herd abzudrehen, die Eimasse über die Erdäpfelwürfel zu geben, zuzudecken und ungefähr zehn Minuten fertiggaren zu lassen. Wer sich traut, der wendet, das ist aber nicht nötig. In der Zwischenzeit macht man grünen Salat, reibt Parmesan, stellt Ketchup auf den Kopf und zückt die Pfeffer- oder Chilimühle. ms

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