Prost!  

Über Schlechtwetterfronten und kleine Sonnen in Spirituosenform

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Limoncello

Stadtleben | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Man stelle sich vor: Urlaub in Italien, und das Wetter ist schlecht! Regen, Schnee und Gatsch in Überfülle! Es gibt also doch ein Italien jenseits der Schönwetteridylle, Südtirol ist zum Beispiel so eine Region. Zum Glück gibt es ein paar flüssige Trostpflaster, mithilfe derer man die innere Sonne anzuknipsen vermag. Vormittags kommt nur der aromatische und marketingtechnisch ausgefeilte "Bergapfelsaft“ von den Rittner Hängen infrage. Mittags könnte es mit einem zart-herben Bier von der in Meran ansässigen Brauerei Forst weitergehen. Der in Südtirol eher rar vertretene, jedoch unglaublich kräftige, samtige und teure Cabernet Sauvignon beschert einem das verstörende Gefühl, sich in einem Anflug von rauschartigem Glück in eine geologische Formation zu verlieben.

Da bleibt man dann doch lieber bei Limoncello! Für die Herstellung des hellgelben Likörs werden die Zitronenschalen drei Wochen lang in Alkohol eingelegt. Die Kunst liegt darin, das Zucker-Wasser-Gemisch so zu platzieren, dass das ätherische Aroma und die wohlige Süße sich innig umarmen. Man könnte also wagen, diese fruchtige Spirituose selbst herzustellen. Wer lieber mani pulite haben möchte, der findet bei der Firma Limoncé ordentliche Qualität. Man wird auch bei Schauspieler und Limoncello-Hersteller Danny DeVito fündig; die Qualität soll gut sein, das Marketing ist skurril: Mit dem Gläschen in der Hand stützt er sich auf ein Cello und singt: "Danny DeVito’s Limoncello, it’s a taste delight from this famous fellow ...“ ms


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige