Wien, wo es isst  

Wipplingerstraße: die Wochentagsstraße

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Die Wipplingerstraße ist ja nicht irgendeine Straße. Als westliche Ausfallstraße des Römerlagers Vindobona ist sie schon relativ alt und mit der Überbrückung des Tiefen Grabens auch die einzige in der City, die mit einer Brücke ausgestattet ist. Was der schönen Straße aber auch nichts nützte: Sie verharrte über Jahrzehnte in kulinarischer Bedeutungslosigkeit, was irgendwie nur schwer nachvollziehbar ist. Aber mit einem Umstand doch erklärt werden könnte, der sich auch in den Öffnungszeiten der hier vorgestellten Institute äußert: Die Wipplingerstraße ist eine Arbeitsstraße, was hier zählt, ist das rasche, günstige Mittagessen von Montag bis Freitag, danach werden die römischen Gehsteige hochgeklappt.

Tee gegen so ziemlich alles

Was der Mohren-Apotheke relativ egal sein kann, noch dazu, wo sie schon seit 1350 existiert und seit 1901 von der gleichen Familie betrieben wird (mit einer Pause während der Nazizeit, da war sie "arisiert“). Die Apotheke ist nicht nur sehr


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