Wir essen in der Küche, Vol. 2


Lokalkritik: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Konstantin Filippou kocht jetzt unter seinem Namen

Konstantin Filippou hat eine tiefe Stimme. Und die hört man, wenn er spricht beziehungsweise seine Order gibt; die Küche ist schließlich nur durch eine Fensterwand vom Gastraum seines neuen Restaurants getrennt. Teile der Küche - die Station, an der die amuse gueules und die kalten Vorspeisen gebastelt werden - wurden überhaupt ins Restaurant verlegt.

Wobei das jetzt noch der unwesentlichste Punkt an diesem neuen Restaurant wäre. Viel außergewöhnlicher ist da wohl, dass sich ein junger Koch auf die Beine stellt und ein Lokal macht, das schon eher den Anspruch hat, in der küchenmäßigen Oberliga mitzuspielen. Und zwar ohne Investorengruppe, Hotel oder reiche Familie im Hintergrund, auf eigenes Risiko, was sich in Österreich eigentlich kaum mehr ein Küchenchef traut.

Dass es überhaupt wer wagt, sich heute noch der grande cuisine zu widmen, mit ihrem enormen Personalaufwand, ihrem beachtlichen Wareneinsatz und den beträchtlichen

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