Theater Kritik

Eine Party der peinlichen Art

LEXIKON | MARTIN LHOTZKY | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Die große Überraschung an diesem Abend ist, wie viel in der Josefstadt über Oral-und Analverkehr geplaudert wird. Sehr viel weniger überraschend ist, was "Speed" von Zach Helm als großes Geheimnis verkaufen will. Denn schon im ersten Dialog wird völlig klar, dass in Wahrheit die drogensüchtige Annie den Sensationsroman verfasst hat, der unter dem Namen ihres Mannes erscheint. Die Andeutungen auf der Party des Großverlags dienen dann immerhin vertiefender Charakterisierung. Als Annie, Jack und dessen nichtsahnender Verleger dürfen Sandra Cervik, Raphael von Bargen und Peter Scholz auf der dunklen, bis auf einen Kubus leeren Bühne (Miriam Busch) in Stephanie Mohrs Inszenierung eines insgesamt eher drögen Stücks glänzen.

Theater in der Josefstadt, Mi 19.30


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