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Wer Dichter ist, muss nichts geschrieben haben

LEXIKON | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 14/13 vom 03.04.2013

Mehr noch als seine Kollegen Erich Fried oder Ernst Jandl, die gleichfalls weit über die gemeinhin an Lyrik interessierten Kreise hinaus gehört und gelesen wurden, verkörperte H.C. Artmann den Poeten als Existenzform. Mit dafür verantwortlich war seine "Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes", in dem er die berühmt-berüchtigte Behauptung aufstellte, "dass man Dichter sein kann, ohne auch irgendjemals ein Wort geschrieben oder gesprochen zu haben". Anlässlich des 60. Geburtstags dieser Proklamation wird bei der "Internationalen H.C.-Artmann-Konferenz" über den Dichter und sein Werk gesprochen. "Artmann und " ( die Wiener Gruppe, deutsche Romantik, Kinderliteratur) lauten die Themen. Den Auftakt macht die Verleihung des H.C.-Artmann-Preises an Franz J. Czernin im Musa (10.4., 19.00).

Wienbibliothek im Rathaus, 11. und 12.4.


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