Kommentar 

Salzburg: Auf die Schuldfrage muss nun die Systemfrage folgen

Finanzskandal

Joseph Gepp
Falter & Meinung, FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Rathgeber gegen Paulus, das ist Brutalität. So fassten Medien vergangene Woche das Kreuzverhör der beiden Protagonisten des Finanzskandals im Salzburger U-Ausschuss zusammen. Nervlich sichtlich angeschlagen, beflegelten sie einander öffentlich. Es stehe Aussage gegen Aussage, meldeten nachher die Medien. Sensationswert: groß. Erkenntniswert: null.

Im Finanzskandal haben sich Journalisten verrannt, in Einzelaussagen, in Zahlengebäuden, in der jeweils nächsten spektakulären Enthüllung. Nicht einmal Qualitätsmedien trauen sich inzwischen noch einen Überblick zu. Vielleicht kann man ihn wiederherstellen, indem man eine schlichte Frage stellt: Was weiß man eigentlich bis jetzt gesichert?

Man weiß, dass der allergrößte Teil der Landesgeschäfte außerhalb der regulären Buchhaltung lief. Und man weiß, dass Monika Rathgeber diese Geschäfte tätigte.

Hier enden aber auch schon die Beweise, ab hier muss man mit Indizien vorliebnehmen. War die ganze Finanzabteilung in den Schwindel eingeweiht,

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