Leutseliger geht es nicht: Der Sozialminister probt fürs Präsidentenrennen

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Der Nationalratswahlkampf hat noch nicht einmal begonnen, aber in der SPÖ und der ÖVP denkt man schon über den Präsidentschaftswahlkampf in drei Jahren nach.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat jüngst seinen Landsmann und Parteifreund Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle als Kandidaten vorgeschlagen. In der SPÖ wünschen sich viele Funktionärinnen Parlamentspräsidentin Barbara Prammer als erste Frau an der Spitze des Staates, die besseren Chancen hat aber der in Wien, in der Gewerkschaft und damit in der Gesamtpartei weit besser verankerte Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Mittwochabend zeigte Hundstorfer im prunkvollen Oktagon des traditionsreichen Bank-Austria-Palais am Schottentor, dass er viele Register ziehen kann. Die honorige Französisch-Österreichische Handelskammer hatte ihn zu einem Vortrag über "soziale Herausforderungen“ in Europa geladen. Hundstorfer pries die österreichische Sozialpartnerschaft, streute leutselig Anekdoten aus seiner Zeit als Junggewerkschafter ein und kündigte vielsagend an, dass er "bis 70 Politiker bleiben“ wolle. Schließlich sollen alle länger arbeiten. Jetzt ist er 62 - eine Amtsperiode in der Hofburg ginge sich also locker aus.


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