Bomben töten keine Menschen

Politik | Rezension: Stefan Hayden | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Andrew Feinstein hat ein fulminantes Buch über den globalen Waffenhandel veröffentlicht

Die Art und Weise, wie die Branche ihre Interessen verfolgt, steht im Widerspruch zu jeder Form von Rechtsstaatlichkeit.“ Diesen Satz von Andrew Feinstein kann man als Resümee seiner zehnjährigen Recherchearbeit über den Handel mit Raketen, Bomben und Maschinengewehren, dokumentiert auf über 800 Seiten, lesen.

Feinsteins Buch "Waffenhandel“ ist eine Anklageschrift. Das Werk beschreibt wie kein anderes zuvor die Ökonomie des globalen Waffenhandels, sein Ausmaß und seine Auswirkungen. Das Geschäft mit Waffen ist "einer der am wenigsten regulierten Bereiche des Handels“, schreibt der südafrikanische Politologe.

Das Abkommen, auf das sich vergangene Woche 154 Staatenvertreter im Rahmen von jahrelangen UN-Verhandlungen in New York geeinigt haben, bringt zwar mehr Regeln, fest steht aber schon jetzt, dass sich im "Arms Trade Treaty“ Schlupflöcher für Waffenschieber und keine ausreichenden


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