Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Ende März verhaftete die oberösterreichische Polizei einige Menschenhändler, die Frauen aus Osteuropa zur Prostitution zwangen. Man weiß, was das heißt: Drohungen, Vergewaltigungen. Puls 4 stellte in der Doku "Die Puffbrüder - Alltag im Edelbordell“ eine oberösterreichische Mädchenhandlung vor, die sich vorbildlich von dem abhebt, was man zu wissen glaubt.

Die durchwegs aus Osteuropa stammenden Prostituierten sagen, sie würden keine Ware anbieten, sondern zwischenmenschliche Beziehungen. Die Zuhälter bezeichnen sich als Unternehmer, tragen weder Goldketterl noch Rolex. Einer der beiden Puffbrüder gesteht, als die Kamera an seiner prallen Hose hängenbleibt, er habe einen permanenten "Halbweichen“. Überhaupt ist alles transparent in dem Top-Ambiente in der Spitzenlocation mit den Ladys auf Ladylike-Niveau, die sich ganz freiwillig nackt vor der TV-Kamera präsentieren. Wie geil, Puls 4, endlich Aufklärungsfernsehen!


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